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"Man kann einem Menschen nichts lehren,
man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken."

(Galileo)

 

Dr. Cornelia Heintze
Fachübergreifende Kompetenz in Beratung und Coaching

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Philosophie

Allgemeines

Vertrauen

Verantwortung

Wissenschaftlichkeit

Partnerschaftlichkeit

Veränderungsbe-
reitschaft


   Copyright Fotos: Cornelia Heintze   

Allgemeines

Die philosophischen Wurzeln, denen ich mich verbunden fühlen, reichen zurück bis zur griechischen Philosophie auf der einen wie der chinesisch-asiatischen Philosophie auf der anderen Seite. Daraus ergibt sich eine strikt diesseitig und pragmatisch orientierte Lebensphilosophie entlang der vier großen Lebensfragen, mit denen Immanuel Kant das Feld der Philosophie umreißt:

  1. Was kann ich wissen?
  2. Was soll ich tun?
  3. Was darf ich hoffen?
  4. Was ist der Mensch?

Die Fragen sind nie abschließend zu beantworten. Der Mensch ist kein fertiges Wesen. Weder der einzelne konkrete Mensch noch die Menschheit als Gattung. Sie hat das Potential zum Wachstum und zur Weiterentwicklung genauso wie es die realistische Gefahr der Regression und des Rückfalls in die Barbarei gibt. Beides besteht gleichzeitig und im Wettstreit miteinander. Auch der einzelne Mensch – egal ob Mann oder Frau - ist nicht in Beton gegossen. Solange Menschen neugierig, offen und lernfähig bleiben, können sie fortgesetzt reifen und sich zu selbst- und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten weiterentwickeln. Sie können jedoch auch in kindlichen Verhaltensmustern, in Mustern der Abwehr, der Unselbständigkeit und des stereotypen Denkens verharren.

Im Coaching folge ich einer Fünf-Säulen-Philosophie. Vertrauen und Verantwortung bilden das Fundament. Die Qualität des Prozesses wird durch meine Persönlichkeit bestimmt, die fachübergreifend ganzheitlich denkt und stets die Frage stellt: Was ist durch empirische Evidenz wissenschaftlich gut belegt? Was ist reine Glaubenssache? Für den Prozess selbst sind wechselseitige Wertschätzung, Partnerschaftlichkeit und die Bereitschaft des Klienten zur Veränderung essentiell. Coaching ist ein sehr individueller Prozess. Die Lösung meiner Klienten muss zu ihnen passen, nicht zu mir. Als Coach respektiere ich die Unterschiede bei Werten und kultureller Zugehörigkeit solange sie sich nicht gegen mein humanistisches Grundverständnis richten. Wo Grenzen überschritten werden, muss ich Aufträge ablehnen. Die 5. Säule meiner Coaching-Philosophie bezeichnet eine Art von Dialektik, d.h. das Ozillieren zwischen Gegensätzen und ihre Synthese auf einer höheren Ebene. Da ist die Dialektik zwischen Bewusstem und Unbewusstem, Verstandesmäßigem und Gefühlen, zwischen Realismus und dem Schaffen von Raum für Visionen und Kreativität.

Auf einige der angesprochenen Punkte will ich näher eingehen

Vertrauen

Vertrauen ist eine sehr komplexe Emotion, die nicht nach einem Standardrezept herstellbar ist. Für die Beratungsbeziehung ist Vertrauen ebenso elementar wie unverzichtbar. Ohne Vertrauen kann es keine ziel- und lösungsorientierte Interaktion zwischen Coach und Klient geben. Wie kommt Vertrauen zustande? Allgemein gesagt: durch das Bestehen von Bewährungsproben in einem wechselseitigen Prozess des Gebens und Nehmens. Der Klient kommt in den Prozess mit Erfahrungen und Erwartungen. Sie können von Misstrauen geprägt sein. Dem Coach sofort mit einem Vertrauensvorschuss zu begegnen, ist eher die Ausnahme. Ein stabiles, damit auch belastungsfähiges Vertrauensverhältnis bedarf der Zeit, um sich entwickeln zu können. Als Coach muss ich über die Bereitschaft und Fähigkeit verfügen, den Beratungsprozess und damit auch das eigene Verhalten in diesem Prozess so zu gestalten und inhaltlich auszufüllen, dass der Klient Vertrauen schöpfen und sich öffnen kann, ohne einen "Gesichtsverlust" fürchten zu müssen. Aktives Zuhören, Einfühlungsvermögen, Verlässlichkeit, Transparenz der Methoden sowie strikte Diskretion und Neutralität sind hierfür wesentliche Voraussetzungen.

Verantwortung

Veränderung erfolgsorientiert gestalten – dies ist wesentliche Zielstellung meiner Arbeit. Ich stütze mich dabei nicht nur auf ein interdisziplinär-fachübergreifendes Qualifikationsprofil und breite Felderfahrungen, sondern auch auf Lebenserfahrungen, die das Potential zur Tragödie beinhalteten, von mir jedoch als Entwicklungschance genutzt werden konnten. Nicht zuletzt deshalb weiß ich um die hohe Verantwortung eines Coaches gegenüber seinen Klienten. Klar strukturierte Abläufe, die das Anliegen des Klienten und dessen Persönlichkeit in den Mittelpunkt rücken, sind die Basis meines Qualitätsanspruches. Es ist für mich unerheblich, ob Klienten ihre Anliegen negativ als zu behebendes Defizit (ein bestimmtes Problem, ein schwerer Konflikt, Unsicherheiten im Verhalten..) oder positiv als zu erreichendes Ziel beschreiben (Erweiterung der Kompetenz im einem bestimmten Bereich, Arbeitsoptimierung, Stärkenausbau, persönliches Wachstum). Wichtig ist: Das Vorgehen muss für die Klienten transparent sein und einen roten Faden aufweisen. Die Erstellung eines Arbeitsplanes und die Dokumentation wesentlicher Arbeitsschritte dient diesem Ziel.

Die Wahrnehmung von Verantwortung gebietet es, nicht nur die Möglichkeiten des Coaching, sondern auch die Grenzen deutlich zu machen. Wo erkennbar ist, dass der Klient ein für ihn nicht erreichbares Ziel verfolgt, werde ich dies thematisieren. Wo deutlich wird, dass eine schwere Störung vorliegt, die der therapeutischen Behandlung bedarf, wäre es erst recht verantwortungslos, einen Als-ob-Prozess durchzuführen. Notwendig ist hier die Weiterleitung des Klienten in kompetente therapeutische Hände.

Wissenschaftlichkeit und empirische Evidenz

sind wesentlich für die Sicherstellung von Qualität. Beides gehört zusammen, denn eine Theorie ist nur dann gut, wenn sie Entwicklungen verstehbar macht und für die Praxis taugt. Viele Theorien von Medizin bis Ökonomie entsprechen diesen Kriterien nicht. Sie scheitern am Versuch, schlüssige Erklärungen und tragfähige Prognosen zu liefern. Trotzdem finden sich Heerscharen von Wissenschaftlern, die damit Karriere machen. Mein Wissenschaftsverständnis ist nicht an der Schönheit von Theorien und der Suche nach vermeintlich ewigen Wahrheiten interessiert. Entscheidend ist für mich die Frage: Was hat Erfolg? Was wirkt? Was besitzt Erklärungs- und Prognosekraft? Wissenschaftlich maskierte, im Kern jedoch interessengeleitete Glaubensbekenntnisse lehne ich ab. Gleiches gilt für esoterische Methoden; sie entziehen sich der kritischen Reflektion und Nachprüfbarkeit.

Nur mit Methodenpluralismus als Fundament kann ich eine strikt an den Bedürfnissen des einzelnen Klienten orientierte maßgeschneiderte Prozesssteuerung erreichen. Als Coach nutze ich daher Instrumente aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und Schulen.

Partnerschaftlichkeit

Keinesfalls darf der Coach eigene Anliegen in den Beratungsprozess hineintragen. Wichtig ist mir Partnerschaftlichkeit auf Basis wechselseitigen Respekts. Es ist die Voraussetzung dafür, dass Lösungswege nicht vom Coach auf den Coachee übergestülpt, sondern gemeinsam entwickelt werden. Nur das, was der Klient sich letztlich selbst erschließt und aneignet, hat Bestand. Nur so auch kann seine Persönlichkeit wachsen.

Veränderungsbereitschaft

Wenn zwei Systeme interagieren, das des Coaches und das des Coachee, hängt der Erfolg nicht nur am System des Coaches, sondern stellt auch Anforderungen an den Coachee, also den Klienten. Wenn er oder sie nicht bereit ist, die Dinge auch einmal durch eine andere als die gewohnte Brille zu sehen, wenn er oder sie Änderung nicht wirklich will, sondern nur Bestätigung für die eigene Sicht der Dinge sucht und jede Art von kritischem Feedback als feindlich abwehrt, kann Coaching nicht erfolgreich sein. Unerlässlich als Erfolgsbedingung ist die Lern- und Veränderungsbereitschaft seitens des Klienten. Dies kann ein heikel Punkt sein, erwarten doch viele Menschen Veränderung nach der Methode "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß", stemmen sich also gegen jede Veränderung, die mit ihnen selbst zu tun hat. Diesen Punkt zu klären, ist eine der Aufgaben des Orientierungs- und Erstgespräches.

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